Dorfner soll Trendwende liefern: Jenoptik setzt auf Margenplus und Halbleiterbelebung
Der Technologiekonzern Jenoptik blickt nach einem rückläufigen Geschäftsjahr wieder optimistischer nach vorn und stellt seinen Aktionären neben einer höheren Dividende eine Rückkehr auf den...
Fast Fashion im Fokus: Bundesregierung verschärft Regeln für Textilhersteller
Die Bundesregierung will Bekleidungshersteller stärker an den Kosten für Sammlung und Entsorgung von Altkleidern beteiligen und damit den Boom von kurzlebiger Billigmode eindämmen....
Newcastle-Krankheit stellt Geflügelbetriebe in Brandenburg vor existenzielle Risiken
Die Newcastle-Krankheit breitet sich in Brandenburg weiter aus und entwickelt sich zu einem der schwersten Tierseuchenausbrüche in der Geflügelwirtschaft seit Jahrzehnten. Nach Angaben des...
Mehr Sicherheit am Arbeitsplatz, offene Flanken bei globalen Schocks
Die Zahl der Arbeitsunfälle in Deutschland sinkt weiter, doch das Sicherheitsgefühl vieler Beschäftigter in Krisenszenarien bleibt verhalten. Nach vorläufigen Zahlen der Deutschen Gesetzlichen...
SPD-Spitze unter Druck: Jugendverband verlangt Neuaufstellung und klare Strategie
Nach dem desaströsen Abschneiden der SPD bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz wächst der innerparteiliche Druck auf die Parteispitze deutlich. Juso-Bundeschef Philipp Türmer fordert offen...

Öffentlicher Dienst stellt ein, Industrie baut ab: IAB zeichnet Arbeitsmarktbild für 2026

26.03.2026


Die deutsche Wirtschaft wird im Jahr 2026 laut einer neuen Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nur verhalten zulegen. Die Arbeitsmarkt- und Konjunkturexperten aus Nürnberg erwarten ein Plus des Bruttoinlandsprodukts von 0,8 Prozent. Trotz milliardenschwerer Fiskalpakete der Bundesregierung komme die Konjunktur damit kaum vom Fleck.

Als wesentlichen Gegenwind nennt das IAB geopolitische Risiken, insbesondere den Krieg im Iran. Die Krise im Nahen Osten dämpfe das deutsche Wachstum nach Einschätzung der Forscher um 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte – unter anderem über höhere Energiepreise und Störungen im Handel. Diese Belastungen treffen auf eine ohnehin fragile Erholung und begrenzen den Spielraum für eine kräftigere Expansion.

Zugleich verschärft sich die strukturelle Schwäche am Arbeitsmarkt. Erstmals sinkt das Erwerbspersonenpotenzial – also die Zahl der Menschen, die grundsätzlich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen – um 40.000 auf 48,62 Millionen. Der Fachkräftemangel nimmt damit weiter zu, weil die geburtenstarken Babyboomer-Jahrgänge in den Ruhestand eintreten und nicht in ausreichendem Maß ersetzt werden.

In der Folge rechnet das IAB im Jahresdurchschnitt mit 40.000 zusätzlichen Arbeitslosen. Der Anstieg werde sich vor allem in der ersten Jahreshälfte bemerkbar machen, in der zweiten Hälfte sei dagegen ein leichter Rückgang möglich. Neue Stellen entstehen laut Prognose fast ausschließlich bei öffentlichen Dienstleistern, im Gesundheitswesen und in der Erziehung, während die Industrie Beschäftigung abbaut. Allein in der Industrie dürften 140.000 Jobs wegfallen, auch weil Energiepreissteigerungen und Handelsstörungen die Unternehmen in diesem Sektor zusätzlich belasten.